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Outsourcing: ja, nein, vielleicht? Webmontag Berlin #61

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Nach der Jubiläumsfeier bei Webmontag #60 im Januar ging es diesmal weit und weiter weg. Keiner verließ den Raum, aber die Speaker nahmen uns mit: auf eine Reise in die Länder, in die sie schon Projekte ausgelagert hatten.

Der Abend begann mit einem, der Outsourcing zu seinem Beruf gemacht hat: Ivo Betke, Founder von webcrowd, vermittelt Angestellte, Freelancer und Agenturen im Ausland an deutsche Unternehmen. Das Wichtigste beim Outsourcing ist für ihn, sich die richtigen Fragen zu stellen: wie viele Angestellte habe ich, wie viele Jobs sind für mehr als 4 Wochen zu besetzen, welche Tasks ergeben sich daraus, und welche davon sind für Spezialisten, die sie schneller lösen können als mein eigenes Team? Arbeiten wir mit den selben Projektmanagement-Tools, und nach der selben Methodik? Und er sagt: macht einen Vertrag!

Für Outsourcing sprechen Skalierbarkeit, Geschwindigkeit, Kosten, Verfügbarkeit, während beispielsweise die Zuverlässigkeit ein Gegenargument sein kann, wie er meint.

Auch Ali Shahee von Coeus Solutions lebt vom Outsourcing: Das Unternehmen bietet verschiedene Outsourcing-Möglichkeiten im Bereich Web-/Mobile Applications an, insbesondere für Projektplanung, Entwicklung und Server-/Cloud-Management. Er erzählte, dass bei größeren Projekten auch schon Webcams und große Bildschirme in den Büros der kooperierenden Unternehmen aufgestellt wurden, um die Teams nicht nur inhaltlich, sondern auch persönlich näher zusammenzubringen – trotz vieler Kilometer Distanz.

Dann Löning von kinderfee.de kennt Outsourcing aus einer ganz anderen Perspektive: nachdem sie in Deutschland keinen Entwickler gefunden hatten, lagerten er und sein Co-Founder einfach das Development ihres Projekts aus. Ein Freund hatte ihnen nach dem Besuch einer Hochzeit in Indien begeistert erzählt, dass sie sich unbedingt auf dem dortigen Arbeitsmarkt umsehen sollten. Und schon kurz darauf gehörten regelmäßige Trips nach Indien zu ihrem Arbeitsalltag. Um von den Vorteilen des Outsourcings profitieren und am Entwicklungsprozess dranbleiben zu können, braucht es auf jeden Fall

Zeit: ca. einen halben Tag verbringt Dann täglich mit dem Management des Projekts.

Er sagt: wichtig ist nicht nur, regelmäßig Kontakt zu halten, sondern auch, den unterschiedlichen kulturellen, sozialen und Bildungs-Hintergrund der Menschen zu verstehen, mit denen man zusammmenarbeitet. – Das bedeutet auch, dass beispielsweise Development sich viel besser auslagern lässt als Design.

Nach ihren Pitches stellten sich die drei noch den Fragen des Publikums.

Und ein erstes Zwischenfazit ergab: Outsourcing kann sehr gut funktionieren – wenn man einige Spielregeln beachtet.

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Schließlich präsentierten sich noch von unsere Überraschungsgäste des Abends:

Stephan von transfair: Transfair vermittelt Arbeitnehmer in Ländern mit niedrigen Einkommensraten an Unternehmen in Industrienationen, v.a. für Übersetzungen, Transkriptionen und Research, um hoch qualifizierten Akademikern neue Tätigkeitsmöglichkeiten zu ermöglichen — und die Lücke zwischen Nord- und Südhalbkugel zu überbrücken.

Jannes von UI-check: Unternehmen können bei UI-check aus einer Datenbank von Testnutzern wählen und Usability-Tests ihrer Website durchführen lassen. Videos und Aufzeichnungen des Tests gibt’s nach Ende des Tests dazu.

Der letzte Auftritt des Abends gehörte Fabio von der vier-Mann-AG Design Thinking Startup. Die Schweizer schnuppern diese Woche einbisschen Berliner Startup-Luft, machen Umfragen mit Passanten und wollen in den nächsten Monaten ihr erstes Produkt fertigstellen. – Was genau? Bleibt spannend.

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Der Rest des Abends gehörte dem Publikum, neuen Bekannten und altbekannten Gesichtern, und: dem Kühlschrank. Ein großes Danke an die Jungs von CodingPeople fürs Sponsoring des Freibiers, und natürlich an mobilesuite, die uns wieder ihr Coworking Space im Prenzlauer Berg zur Verfügung gestellt haben!

Eine Neuigkeit haben wir noch: wir werden zukünftig an dieser Stelle auch Beiträge von Speakern präsentieren. Im Dezember stellte Lisa von overblog die Plattform vor, in den nächsten Tagen wird sie mit ihrem Beitrag den Anfang machen.

Wer sich nach seinem Pitch noch einmal hier präsentieren möchte, ist herzlich eingeladen! Meldet euch dafür einfach bei uns, zum Beispiel auf unserer Facebook-Seite.